Die Wohn- und Lebensqualität bestimmt sich ganz wesentlich danach, ob man das Gefühl hat, in einer Stadt sicher wohnen zu können. Die sichtbare Präsenz von Polizei spielt hierbei eine wichtige Rolle. Wir Sozialdemokraten bedauern deshalb, dass durch die Umorganisation der Polizei im Rhein–Erft–Kreis durch Landrat Werner Stump die Polizeiwache in Erftstadt-Lechenich nur noch eine marginale Bedeutung hat. Mit Sorge betrachten wir die Entwicklung der Straftaten in unserer Stadt. Auch wenn Erftstadt nach wie vor eine der sichersten Städte im Rhein-Erft-Kreis ist, lag die Steigerung der Kriminalitätsrate im Jahr 2008 weit über dem Durchschnitt des Rhein–Erft–Kreises und entgegengesetzt zum Landestrend, in dem ein Rückgang festgestellt worden ist.
Wir setzen uns dafür ein, dass in Erftstadt so genannte Angsträume beseitigt werden. Das Sicherheitsgefühl auf Freiflächen, Plätzen und Parkplätzen, Radwegen und Unterführungen, vor allem aber auch am Liblarer Bahnhof, muss durch ausreichende Beleuchtung und freie Sichträume verbessert werden.
Sicheres Wohnen findet letztendlich überall dort statt, wo Nachbarschaften funktionieren, wo sich Nachbarn füreinander verantwortlich fühlen. Wir wollen das Verständnis für ein solches Leben bürgerschaftlichen Miteinanders fördern und damit einen aktiven Beitrag dazu leisten, dass wir in Erftstadt miteinander und nicht nebeneinander leben.
Wir begrüßen es, dass eine überaus leistungsfähige Feuerwehr, die im Haupt- und Ehrenamt in gleicher Weise vorbildlich arbeitet, in Notfällen zur Verfügung steht. Gemeinsam mit der freiwilligen und hauptamtlichen Feuerwehr gilt es, Wege zu beschreiten, die notwendigen Maßnahmen zur Sicherheit zu ermitteln und zu finanzieren. Dr. Franz-Georg Rips will als Bürgermeister zum Gelingen dadurch beitragen, dass er die politische Verantwortung für die Feuerwehr persönlich übernimmt.