Unsere Infrastruktur sichern                                                                                        

Wir Sozialdemokraten in Erftstadt bauen keine Luftschlösser. Wir sagen offen und ehrlich, was machbar ist. Der Erhalt, die Sanierung und im Einzelfall die bedarfsgerechte Ausweitung vorhandener Einrichtungen haben den eindeutigen Vorrang vor Neubauten. Wir prüfen vertretbare Zusammenführungen verschiedener Nutzungen in den vorhandenen Gebäuden.

Wir halten an unserem Konzept fest, öffentliche Gebäude, Straßen und Sportplätze zu sanieren. Die Pflege vorhandener Einrichtungen hat oberste Priorität.

Bei allen Sanierungsentscheidungen legen wir besonderen Wert darauf, dass damit die Betriebskosten nach entsprechenden Investitionen gesenkt werden. Energie einsparende Maßnahmen haben deshalb Vorrang. Jeder Euro, den wir bei den künftigen Betriebs- und Folgekosten sparen, schafft neue finanzielle Handlungsspielräume. Energieeinsparung ist nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll. Sie ist auch im Interesse des Klimaschutzes unverzichtbar.

Wir wollen als Stadt Erftstadt einen aktiven und spürbaren Beitrag dazu leisten, die CO2-Belastung, die bei der Bewirtschaftung von Gebäuden entsteht, zu verringern. Wir wollen den Energieverbrauch senken. Wir werden umweltfreundlichen Energien zum Einsatz verhelfen.

Wir streben an, dass sich die Stadt Erftstadt zukünftig verstärkt darum bemüht, an Modellvorhaben des Landes und des Bundes zur Energieeinsparung und damit zur CO2-Minderung teilzunehmen. Wir bedauern, dass sowohl die Verwaltung als auch die Ratsmehrheit bisher diese Fördermöglichkeiten zu wenig abgerufen haben.

Mittelfristig wird auch die Stadt Erftstadt nicht ohne ein Klimaschutz– und/oder Energieeinsparungskonzept herum kommen. Als Planungsgrundlage dafür streben wir die Erstellung einer Klimabilanz an. Auf Antrag der SPD-Fraktion bewirbt sich die Stadt um Fördermittel zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes im Gebäudebereich. Dafür stehen 75.000 Euro im Haushalt 2009. Die SPD hält nach wie vor auch daran fest, in der Stadt einen Energieberater einzustellen. Eine solche Stelle zahlt sich in jedem Fall auch finanziell aus.

Die Ausweisung von Vorranggebieten zur Nutzung der Windenergie im Flächennutzungsplan war ein wichtiger Schritt zur Nutzung regenerativer Energien. Diese Schaffung von Vorranggebieten konzentriert die Anlagen auf zwei Standorte. Mit dem Mix aus verschiedenen regenerativen Energien (nachwachsende Rohstoffe, Sonne, Wind) und der gleichzeitigen konsequenten Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen leistet Erftstadt einen überzeugenden Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunftspolitik.

Wir Sozialdemokraten nehmen auch und gerade in der Kommunalpolitik den Grundsatz der Nachhaltigkeit ernst. Wir müssen bei allen Entscheidungen im Auge behalten, dass künftige Generationen gleiche Lebenschancen und gleichen Zugang zu Ressourcen haben wie wir heute.

Im Übrigen: Ein solide finanziertes Sanierungs- und Instandhaltungsprogramm spricht in besonderer Weise das örtliche Handwerk an. Auf diese Weise kann es gelingen, Arbeitsplätze in unserer Stadt zu sichern und neue zu schaffen sowie gleichzeitig Mehreinnahmen aus Gewerbesteuern zu erzielen.