In der Bäder-Frage haben wir Sozialdemokraten von Anfang an eine eindeutige Aussage gemacht: Wir wollen die vorhandenen Bäder erhalten und Schritt für Schritt sanieren. Wir werden deshalb nicht müde werden, von der Verwaltung die Erstellung eines Sanierungsplans/-konzepts zu fordern. Unsere Gründe dafür sind:
Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf insgesamt 6 bis 7 Mio. Euro. Das ist halb so teuer wie der Bau eines neuen zentralen Kombi- oder Spaßbades im WirtschaftsPark in Lechenich. Dafür sind Investitionen in Höhe von mindestens 15 Mio. Euro erforderlich.
Die beiden Freibäder in Kierdorf und Lechenich bieten zu günstigen Eintrittspreisen für Jung und Alt ein preiswertes Freizeitangebot in den Sommermonaten. Ihre Attraktivität lässt sich durch eine grundlegende Sanierung erheblich steigern.
Die Hallenbäder und die Lehrschwimmbecken sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Schul- und Vereinsschwimmens. Eine Schließung der beiden Lehrschwimmbecken in Bliesheim und Erp trifft in erster Linie die Schulen und die Vereine. Die Lehrschwimmbecken werden wochentags intensiv genutzt. Die Schulen schätzen die kleinen Bäder wegen ihrer Übersichtlichkeit. Bei einer Schließung der beiden Bäder fallen wöchentlich rund 70 bis 80 Stunden an Schul- und Vereinsschwimmen weg. Diese Stunden können im Hallenbad in Liblar und im größeren Schulbecken in Lechenich nicht zusätzlich eingeplant werden. Auch dort sind keine Kapazitäten mehr frei. Eine weitere Einschränkung der Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit im Hallenbad in Liblar kann nicht ernsthaft in Betracht gezogen werden.
Durch eine Sanierung der Bäder spart die Stadt in erheblichem Umfang Betriebskosten, insbesondere Energiekosten ein. Besonders hoch ist diese Einsparung beim Lehrschwimmbecken in Bliesheim. Dort betragen die Betriebskosten rund 70.000 Euro pro Jahr. Das Gros der Kosten entsteht durch außergewöhnlich hohe Wasser- und Abwasserkosten (40.000 Euro und mehr), weil aufgrund einer seit Jahren überfälligen Sanierung das Wasser im Becken laufend erneuert werden muss. Die Betriebskosten würden nach einer erfolgreichen Sanierung auf rund 20.000 Euro jährlich zurückgehen. Die Sanierung kann also – und dies seit Jahren schon – allein durch eingesparte Betriebskosten finanziert werden.